Von der Bundespolitik fordern wir
-  Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes um das Merkmal der sexuellen Identität bzw. Orientierung ergänzen
- Umgehungsmöglichkeiten des Gesetzes des Verbots von nicht notwendigen Eingriffen bei intergeschlechtlichen Babys von 2021 schließen. Erweiterung um verpflichtende Aufklärung der Eltern und Dokumentationspflicht von Eingriffen
- Erhalt des bundesweiten queeren Aktionsplanes „Queer leben“
- Finanzielle Förderung für LGBTQIA*-Beratungs- und Unterstützungsstrukturen
- Selbstbestimmungsgesetz erhalten und keine weiteren inhaltlichen Verschlechterungen tolerieren
- Anpassung und Reform des diskriminierenden Abstammungsrechts – Ermöglichung der einfachen/automatischen Anerkennung von beiden Elternteilen in Regenbogenfamilien – unabhängig vom Geschlecht
- Bundesweite Regelung, dass in allen öffentlich zugänglichen Einrichtungen Männer- und Frauentoiletten zu Unisextoiletten umgewidmet werden oder bei deren Beibehaltung die verpflichtende Einrichtung einer dritten Unisextoilette
- Repräsentation von Diversität im Alltag, am Arbeitsplatz, in den Medien, in der Freizeit, in der Politik und in der Verwaltung
- Sichtbarkeit und Gleichbehandlung durch geschlechtergerechte Sprache erzeugen
- Queerfeindliche Hasskriminalität bekämpfen – durch Förderung von Prävention, statistischer Erfassung von Straftaten, Betroffenenunterstützung und Täter*innenarbeit
- Keine Einstufung von Ländern als „sichere Herkunftsländer“, in denen queere Menschen diskriminiert und stigmatisiert werden
- Aufarbeitung des sogenannten Transsexuellengesetzes sowie Entschuldigung bei und Entschädigung von Personen, die sich zwangssterilisieren lassen mussten
- Entschädigung von und Entschuldigung bei inter Personen, bei denen im Kindesalter irreversible, medizinisch nicht notwendige Operationen durchgeführt wurden
- Konversionsbehandlungen auch für erwachsene Personen verbieten
- Diskriminierungsfreier und effizienter Zugang zu geschlechtsaffirmierenden medizinischen Maßnahmen für trans* und nichtbinäre Personen Â
Von der Gesellschaft erwarten wir
-
Offenheit für alle queeren Identitäten, auch nichtbinäre und asexuelle Identitäten
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Geschlechtergerechte Sprache, um Menschen sichtbar zu machen, die nicht der vermeintlich gesellschaftlichen Norm entsprechen
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Coming Out in Familie, Freundeskreis, Freizeit und am Arbeitsplatz positiv begleiten
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Unterstützung von Familien mit trans und nichtbinären Kindern
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Rücksicht auf besondere Bedürfnisse queerer Menschen in sensiblen Lebenslagen, beispielsweise in Pflege und Betreuung nehmen
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Zivilcourage bei queerfeindlichen Handlungen: z. B. die Polizei rufen
Von der Landespolitik fordern wir
- Erhalt und langfristige Verankerung der Finanzierung queerer Beratungsstellen und Communitystrukturen; Ausbau solcher Infrastruktur vor allem in ländlicheren Gebieten
- Förderung der Beiträge von LGBTQIA*-Menschen zur Kultur  Â
- Ehrenamtliche Strukturen und Selbsthilfe unterstützen – ideell wie finanziellÂ
- Gesellschaftliche Diversität bei der Besetzung von Gremien beachten
- Sichtbarkeit und Gleichbehandlung durch inklusive Sprache erzeugenÂ
- Aktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte in BW konsequent fortführen, weiterentwickeln und dauerhaft (finanziell und politisch) absichern
- Verabschiedung des Entwurfs des Gleichbehandlungsgesetzes zur Bekämpfung der Diskriminierung durch Behörden
- Queere Lebensrealitäten in Bildungsplänen verankern und Bildungsarbeit mit Jugendlichen fördern
- Sensibilisierung queerer Belange für Lehrpersonen an Schulen und Hochschulen sowie Erzieher*innen an Kitas und Mitarbeitende in Behörden wie Polizei, Ämtern, JVA, Gerichten
- Einrichtung von Unisextoiletten an Hochschulen, Schulen, Kitas und anderen Bildungseinrichtungen
- Besondere Bedürfnisse älterer queerer Menschen berücksichtigen, etwa in der Pflege und bei der Ausbildung von PflegepersonalÂ
- Gewalttaten gegen LGBTQIA*-Menschen weiterhin statistisch erfassen sowie Hassverbrechen vorbeugen und strafrechtlich verfolgen
- Regelungen für „sichere Herkunftsländer“ mit Blick auf LGBTQIA*-Geflüchtete unter Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse bei Unterbringung und Betreuung festlegen
Von der Stadtverwaltung Stuttgart fordern wir
- Umsetzung und Förderung des Regenbogenhauses, eines neuen queeren Zentrums für Stuttgart
- Erhalt und langfristige Verankerung der Finanzierung queerer Beratungsstellen und CommunitystrukturenÂ
- Förderung des Gedenkens an queere Personen mit Bezug zu Stuttgart (Fritz Bauer, Karl Heinrich Ulrichs, …)
- Förderung der Beiträge von LGBTQIA*-Menschen zur KulturÂ
- Ehrenamtliche Strukturen und Selbsthilfe unterstützen – ideell wie finanziell
Von der internationale Politik fordern wir
- Menschenwürdige und solidarische Behandlung und Unterbringung insbesondere auch von queeren Geflüchteten
- Entschiedenes Vorgehen, inklusive finanzieller Sanktionen, durch die EU-Kommission gegen Mitgliedsstaaten, welche die gemeinsamen europäischen Grundwerte untergraben
- Weltweite Wahrung der Menschenrechte in internationalen Beziehungen sowie im Rahmen der Entwicklungshilfe
Fehlt noch was? Sag’s uns per Mail oder @stuttgartpride auf Instagram.
